18. Juli 2017

BUCHVORSTELLUNG: EIN LIED FÜR MEINE TOCHTER

Hallo ihr Lieben,

es wird wieder einmal Zeit für eine Buchvorstellung. In meiner *Autorenvorstellung* habe ich euch erzählt, dass ich meine Stammautoren habe. Im Bereich des Romans gehört Jodi Picoult definitiv dazu. Wer von euch den Film und/oder das Buch "Beim Leben meiner Schwester" kennt, ist dabei schon mit den Themenschwerpunkten der Autorin vertraut.
Das, für mich, Besondere an den Büchern ist, dass sie zunächst weit von Kitsch und Klischee sind und hinter jedem Titel eine tragische Geschichte mit vielen Konflikten steht. Und dabei ist es völlig gleich, ob der Leser mit den einzelnen Themenschwerpunkten vertraut ist oder nicht. Jeder bekommt die Möglichkeit, seine eigne Position einzunehmen.

Zoe Baxter wünscht sich nichts sehnlicher als ein Kind. Sie und ihr Mann Max tun alles, um endlich eine Familie zu gründen. Vergeblich. Als ihre Ehe zerbricht, findet Zoe Trost in der Musik - und in einer neuen Liebe. Mit der Psychologin Vanessa will sie noch einmal von vorne beginnen. Sie träumt von einem gemeinsamen Kind mit ihr. Doch Max ist fest entschlossen, dieses Familienglück zu verhindern. Er gerät in die Frage einer radikal christlichen Gemeine, die seit Jahren gegen Homosexualität kämpft...



 
Wie bei jedem Buch von Jodi Picoult, bin ich jedes Mal hin und weg von den Themen. Gerade weil die einzelnen Perspektiven und Gedanken der Charakteren aufgegriffen werden, ist es für den Leser eine Besonderheit, die individuellen Empfindungen wahrzunehmen. Besonders bei einem Kinderwunsch stehen viele Emotionen gleichzeitig im Vordergrund und es ist schwer zu pauschalisieren. 

Die Berg- und Talfahrt der Handlungen zeigen dabei, wie das Leben wirklich ist.

Gefüllt mit Schicksalsschlägen und Entscheidungen zeigt es, dass eben nicht alles rosarot ist, wie beispielsweise Nicholas Sparks es immer versucht zu suggerieren. Und trotzdem scheinen manche Dinge auf der Strecke zu bleiben, da sie völlig aus der Luft gegriffen wirken. 

Gerade bei dieser Ausgabe hätte ich mich gewünscht, dass das Ende nicht so abgehackt ist und nochmals besser differenziert wird, wer welche Rolle in dem geschilderten Geschehen spielt. Zudem erschien mir besonders das Ende als unpassend und deplatziert.

"Ein Lied für meine Tochter" gehört zwar nicht zu den Meisterstücken von Jodi Picoult, doch zeigt es, wie sensibel wir für manche Themen gemacht werden sollten und das es noch eine menge Aufholbedarf gibt bevor sich die Gesellschaft dahingehend öffnet, Konfrontationen nicht mehr zu scheuen.

"Bis ans Ende der Geschichte" *klick* ist übrigens eine weitere Buchvorstellung die ich mit Jodi Picoult als Autorin veröffentlich habe!


Kennt ihr noch weitere Titel von Jodi Picoult?

Kommentare:

Fairy Tale Gone Realistic hat gesagt…

Hallo liebe Katta,
das Buch hört sich toll an! Ich bin bei Romanen sowieso ein Fan von tiefgründigen konfliktbehafteten Geschichten! Werde das Buch auf meine Leseliste setzen =)
Liebe Grüße
Susi

Jimena hat gesagt…

Das hört sich ja nach einem ganz tollen Buch an, vielen Dank für die schöne Vorstellung!

Liebe Grüße
Jimena von littlethingcalledlove.de

Héloise Roubaud hat gesagt…

Hört sich gut an! Ich als Grunschullehrerin finde nur Geschichten über einen unerfüllten Kinderwunsch immer fürchtbar traurig und bin dann ständig am Heulen o.O
Love, Héloise
Et Omnia Vanitas

Maya hat gesagt…

Gute Vorstellung. Habe noch nie was von der Autorin gelesen, aber das Thema hört sich sehr interessant an :)

Alles Liebe, Maya von Mayanamo

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