1. Februar 2017

KURZTRIP: RENESSE / ROTTERDAM {NIEDERLANDE}

Hallo ihr Lieben,

wie ihr natürlich über Instagram *klick* schon erfahren habt, bin ich vergangenes Wochenende in Renesse und Rotterdam gewesen. Mein Freund und ich haben uns diesen Kurztrip zu Weihnachten geschenkt. Einfach, weil das letzte Jahr nicht nur entspannend für uns war. Ganz im Gegenteil. Geplant war einfach, dass wir ein bisschen Wellness und Zeit für uns haben wollten. Natürlich durfte es ein bisschen mehr kosten als sonst, aber auch nicht allzu teuer sein.

Mittlerweile buchen wir deswegen unsere Reisen nur noch über die Seite Urlaubsguru und sind auch dort auf Travelbird aufmerksam geworden. Das Gute an solchen Schnäppchenseiten ist, dass wenn jemand keine konkreten Zielwünsche hat, super gute Angebote finden kann. Je mehr Kriterien es gibt, desto schwieriger wird es in einem gewissen Budget zu bleiben.

Renesse 

Aufgrund unserer Flexibilität und des Angebotes, haben wir uns für ein Hotel in Renesse (Niederlande) entschieden. Zuvor habe ich von diesem kleinen Örtchen noch nie gehört, aber habe mich schnell wegen der Lage, der Hotelbewertungen und der Beschreibung überzeugen lassen. Eben weil wir lediglich ein Wochenende und außerhalb der Saison dort verbleiben wollten, reichte uns die Tatsache aus, einen Supermarkt und einen Strand in der Nähe zu haben. Unser Hauptanliegen war vielmehr darauf gerichtet, die meiste Zeit im Hotel beziehungsweise im Wellnessbereich zu verbringen und irgendwo dazwischen unsere Zeit am Strand mit gemütlichen Spaziergängen zu verbringen.

De Zeeuwse Stromen

Das Hotel "De Zeeuwse Stromen" wurde uns über Travelbird als vier Sterne Hotel mit Wellnessbereich verkauft. In dem Angebot war für uns nicht nur ein Willkommengetränk, sondern auch ein 4-Gänge-Dinner am Ankunftstag, sowie tägliches Frühstück. Zu den Leistungen des Hotels gehört, wie bereits erwähnt, nicht nur Wellness, sondern auch kostenloses Parken sowie kostenloses Internet. Für zwei Nächte inklusive dieser Leistungen haben wir 99€ pro Person gezahlt. Vergleichsweise liegt unser Budget für ein gesamtes Wochenende in der Preiskategorie einer einzelnen Person, was nicht bedeutet, dass wir deswegen Abstriche hinsichtlich der Leistungen machen müssen. 

Die große Enttäuschung.

Vorab möchte ich an dieser Stelle jegenlichen Kommentatoren die meinen könnten, dass ich das doch hätte Vorort klären können sagen, dass mein Freund und ich ein schönes Wochenende hätten haben wollen. Und dazu gehört es auch, mögliche Reibungspunkte von sich abprallen zu lassen und der Konfrontation aus dem Weg zu gehen. 


Von außen macht das Hotel einen sehr exklusiven Eindruck und scheint eines der besten seiner Sorte in diesem Ort zu sein. Der Eingangsbereich ist offen und modern gestaltet. Das Personal ist freundlich und zuvorkommend. Auf dem zweiten Blick, oder genauer gesagt, je näher wir unserem Zimmer kamen, desto mehr fiel auf, dass das Hotel in die Jahre gekommen ist. Für den ersten Eindruck ist alles auf schick gemacht. Doch dadurch, dass es sehr sauber und ordentlich ist, spielt dieser Aspekt eine sekundäre Rolle. Die Zimmer waren auf das Nötigste eingerichtet. 

Die Matrazen weich, gar durchgelegen. 

Ein Fernseher von minimalster Größe beherbergte drei deutsche Sender (übrigens: wenn wir von unserer Terrasse auf die gegenüberliegenden Zimmer schauten, mussten wir feststellen, dass diese einen deutlich größeren Fernseher hatten!). Im Badezimmer lagen saubere Handtücher, Duschhauben und Nähzeug bereit. Einen Handtuchhalter für die kleinen Handtücher gab es nicht. Shampoo, Duschgel und Seife gab es als Spender im Vorteilspack, fest an der Wand montiert. Der Föhn, welcher ebenso an der Wand befestigt war, stammte wahrscheinlich aus den 80er und machte einen ausgedienten Eindruck. Bademäntel gab es keine. Wie auch der erste Eindruck des Hotels, machte unser Zimmer einen funktionellen und sauberen Eindruck. Jedoch vermittelte es weder das Gefühl von Urlaub noch von Wellness.
Der Ausblick auf unser 4-Gänge-Dinner und ein bisschen Wellness ließen uns optimistisch ins Wochenende schauen. Schließlich wollte das Hotel bereits im Vorfeld eine Reservierung für das abendliche Essen für uns haben, damit uns der Tisch sicher ist. Doch alle vermeidliche Exklusivität verschwand, als wir feststellen mussten, dass es sich bei dem Dinner um ein Buffet handelt, welches wir uns mit den Gästen die Halbpension gebucht hatten, teilen durften. Wofür also einen Tisch reservieren, wenn wir in einem riesen Speisesaal dinieren?

Verbrutzeltes, ungenießbare Überreste eines Buffets. 

Sämtlicher Optimismus ging bei dem Anblick des Buffets abhanden. Das, was noch übrig geblieben war, machte den Eindruck, als würde es schon mehrere Stunden warmgehalten. Die Hoffnung, dass eventuell nachgefüllt werden würde, wurde beim Anblick von immer kleiner werdenen Restehaufen getrübt. Aber immerhin ein bisschen Wellness sollte uns für den nächsten Tag bleiben, sagten wir uns und ließen die Unzufriedenheit weiterhin nicht zu. Wer dabei an eine ruhige und entspannte Nacht denkt, liegt falsch. Nicht, dass das Bett keine Spur von Gemütlichkeit mit sich brachte. Nein, die Wände waren so dünn, dass jeder Gast von jedem, absolut alles, mitbekam. Gegen Gespräche auf dem Flur ist nichts einzuwänden. Aber wenn nebenan ein Dauerschnarcher (und dafür kann diese Person nichts!) liegt und man deswegen selbst die Nacht kaum ein Auge zu bekommt, steigert dies nicht die bisher gesammelten Eindrücke von dem Hotel.

Gleicher Saal nur dieses Mal mit Frühstücksbuffet. Der Anblick brachte eine neue Katastrophe mit sich. Nicht, dass das Essen die Schuld wäre. Bei der Auswahl und dem Angebot gibt es tatsächlich nichts zu meckern. Doch bei vollkommener Überfüllung, ist der wohlverdiente Urlaub immer noch nicht angekommen. 

Das Wellnessangebot war der Grund, weswegen wir uns Urlaub nehmen wollten. Schnell wurde uns klar, dass einen Wellnessbereich haben nicht bedeutet, dass es ein Wellnesshotel ist. So bedeutet Wellness oftmals schon, einen Pool- und einen Fitnessbereich zu haben. Unser Hotel hatte sogar Sonnenbänke, eine kleine Sauna mit Whirlpool und Dampfbad. Alles sehr klein und übersichtlich. Und genauso wie der rest der Anlage sauber, aber in die Jahre gekommen. 

Der Komfort, den ein vier Sterne Hotel mit sich bringen sollte, konnten wir selbst dort nicht auffinden. 

Zudem waren die Umkleidekabinen eine Zumutung. Keine Privatsphäre, sondern eine Gemeinschaftsumkleide mit Schließfächern. Auch hier gab es für die Gäste keine Bademäntel, nur Handtücher. Umziehen musste ich mich auf der Toilette, da jeder der sich im Fitnessraum oder auf dem Weg zum Pool befand, in die Umkleidekabine schauen konnte. 


Die Lage des Hotels ist natürlich das besondere Highlight für uns gewesen. Nur wenige Gehminuten und der Blick auf das Meer war einem sicher. Dieser Moment und die gemeinsame Zeit am Strand, haben so einiges an schlechter Laune wieder verschwinden lassen. Doch was bleibt?

Für uns was das schon gutes Geld, welches wir dort gelassen haben. Aber bei der Vorstellung, dass andere Gäste noch wesentlich mehr bezahlen und das auch noch gut finden, ist einfach suspekt. Vielmehr kam es mir an manchen Stellen so vor (Zimmer, Dinner), dass eben weil wir über Travelbird unseren Aufenthalt gebucht haben, als Menschen zweiter Klasse behandelt wurden. 

Sonntag wollten wir nicht den Fehler wie am Morgen zuvor machen und sind dementsprechend früh aufgestanden, um ohne Stress frühstücken zu können. Unsere frühe Abreise (da wir bis 11 Uhr auschecken mussten!) haben wir dazu genutzt, einen Abstecher nach Rotterdam zu machen.

Rotterdam

Rotterdam ist die zweitgrößte Stadt der Niederlanden und hat den größten Hafen Europas. Aber was hat diese Stadt sonst noch so zu bieten? Anscheinend war das schon alles. Oder doch nicht? Sehr zentral haben wir dann ein Parkhaus gefunden (24 Minuten = 0,50€) und landeten dann sofort in der EInkaufsstraße der Stadt. Da selbst am Sonntag dort die Geschäfte geöffnet haben, war die Stadt nicht ausgestorben. Bei einem gemütlichen Spaziergang sind wir uns jedoch schnell einig gewesen, dass Rotterdam grau, trist und ein bisschen schmutzig ist. Nur wer sich die Mühe macht geanuer hinzuschauen, kann eventuell andere Charakterzüge feststellen.

Mein persönliches Highlight aus der Hafenstadt war die Markthalle. Die zwar von außen einen genauso grauen und trüben Eindruck machte, wie alles andere dort. Aber wer dieses Gebäude betritt, wird förmlich überrollt von Farben. Nicht nur die Kunst an den Wänden, sondern auch die kulinarischen Künste, lassen einem aus dem Staunen nicht mehr herauskommen. Und genau an diesem Ort haben wir die meiste Zeit verbracht.


Das was ich dort gesehen habe, hat mir letztendlich auch gereicht. Für einen kleinen Bummel ist Rotterdam ganz nett, aber alles was länger als ein paar Stunden dauert, scheint mir übertrieben. Da haben die Niederlande tatsächlich schönere Städte zu bieten. Wie wäre es mit Amsterdam? *klick*


 
Nachtrag: Von Travelbird habe ich einen 50€ Gutschein erhalten, den ich für eine nächste Buchung verwenden kann. Das Hotel hat bis heute nicht auf meinen Beitrag reagiert.

Kommentare:

Eva Katharina Photography hat gesagt…

Wow die Bilder sind ja super schön vom Strand *o* Erinnert ein bisschen an Dänemark :)
Schade dass ihr so Pech mit dem Hotel hattet :/

Janna hat gesagt…

Toll, dass die in den Niederlanden warst! Ich finde es schade, dass das Hotel dir nicht so gut gefallen hast, aber die Umgebung sieht wunderschön aus :) Ich muss mal schnell dort gehen, wenn ich wieder in den Niederlanden bin!

Isabella Labella hat gesagt…

Ein sehr interessanter Reisebericht;) dort würde ich auch mal gerne hin:)
Liebe Grüße
Isa
Www.label-Love.blogspot.com

Measlychocolate hat gesagt…

Was für tolle Bilder. Rotterdam soll so toll sein :)

Liebe Grüße
Measlychocolate by Patty
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