7. Oktober 2015

BUCHVORSTELLUNG: RUNA {win!}

In der letzten Zeit komme ich immer seltener dazu ein Buch zu lesen. Das macht es für mich umso schwieriger eines zu finden, welches mich in den Bann ziehen kann, sodass ich es nicht nach wenigen Minuten weglegen möchte.
Schließlich denke ich mir oftmals, dass es dann pure Zeitverschwendung wäre, ein Buch zu lesen, welches meinen Ansprüchen und vor allem meiner Zeit nicht würdig wäre.
Das soll keinesfalls eingebildet klingen. Aber wenn wir uns alle an die eigene Brust fassen, sollten wir uns eingestehen, das wir mindestens einmal im Leben ein Buch in der Hand hatten, wo wir dachten, dass es traurig sei das unsere Zeit dafür drauf geht obwohl wir es genauso in ein gutes Exemplar investieren können.

Und zugegeben, seitdem ich jetzt öfters in diesen Konflikt gerate, nehme ich Bücher ganz anders wahr. Ich lege nicht unbedingt jeden Satz auf die Goldwaage. Aber ich versuche schon ziemlich schnell heraus zu lesen, ob ein Buch etwas für mich ist oder nicht.


Paris 1884. In Der neurologischen Abteilung der Salpêtriére-Klinik führt Dr. Charcot Experimente mit hysterischen Patientinnen durch. Seine Hypnosevorführungen locken Besucher aus ganz Europa an; wie ein Magier lässt der Nervenarzt die Frauen vor seinem Publikum tanzen. Dann aber wird Runa in die Anstalt eingeliefert, ein kleines Mädchen, das all seinen Behandlungsmethoden trotzt. Jori Hell, ein Schweizer Medizinstudent, wittert seine Chance, an den ersehnten Doktortitel zu gelangen und schlägt das bis dahin Undenkbare vor. Als erster Mediziner will er den Wahnsinn aus dem Gehirn einer Patientin fortschneiden. Was er nicht ahnt: Runa hat mysteriöse Botschaften in der ganzen Stadt hinterlassen, auf die auch andere längst aufmerksam geworden sind. Und sie kennt Joris dunkelstes Geheimnis...

Ein Buch, das mich oftmals in den Bann gezogen hat. Aber auch an vielen Ställen den kompletten Reiz verloren hat. Eben weil die Geschichte verschiedene Blickwinkel hat, die sehr weit auseinander gehen, machen die einzelnen Ansichten vorerst keinen Sinn. Dementsprechend erscheint es im Gesamten sehr langatmig.

Außerdem finde ich es schade, den Buchtitel nach einer Figur zu benennen, die ungefähr ab Seite 100 erstmals auftritt. Der Titel suggeriert dem Leser, dass es sich hierbei um eine Hauptfigur handelt. Und mit dieser Erwartung habe ich das Buch angefangen zu lesen, bis ich dann das Gegenteil erfahren musste.

Und obwohl ich normalerweise nicht an Literatur interessiert bin, die im 18./19. Jahrhundert oder gar früher spielt, ist die Idee so gut verpackt, dass sie sogar mich überzeugt hat.
Jeder der darüber hinweg sehen kann, das die Geschichte sehr langatmig ist wird gleichzeitig viel Spannung erleben und von dem Verlauf der Dinge überrascht sein.
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Ihr wollt euch eine eigene Meinung bilden?
Dann gewinnt mein Exemplar!

Schreibt einfach einen Kommentar, bei welchen Buch erst mit dem Lesen die Überzeugung kam!
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Kommentare:

B Ramida hat gesagt…

nice!

www.bstylevoyage.blogspot.com

Beauty Unearthly hat gesagt…

Excellent post (as always)!

Cyra hat gesagt…

Hört sich toll an !

Marie hat gesagt…

Das hatte ich letztens erst bei "Solange wir lügen" von E. Lockhart. Das Buch ist wirklich großartig, vor allen Dingen zum Ende hin und während des Lesens, denn es hat eine riesengroße Wendung, die man nur durch kleine Hinweise erahnen kann. Wirklich toll gemacht und unheimlich bewegend.

Herzliche Grüße,
Marie

Christine hat gesagt…

Schade, dass die Story so langatmig wird... so generell hört es sich erst mal recht interessant an, aber ich kenne auch viele Bücher, bei der die Entwicklung dann leider ähnlich ist...

Kati hat gesagt…

Ich mag ja auch Bücher gern, die in dieser Zeit spielen!

-Kati

Bonny hat gesagt…

Kann ich total bestätigen. Wenn ich wenig Zeit zum Lesen habe, steigt der Anspruch an ein Buch. Mittlerweile verschenke, verkaufe, spende ich Bücher auch konsequent, die ich nicht gut fand, statt sie dennoch ins Regal zu stellen. Da ist mir die Gefahr zu groß, dass ich vergesse, dass es schlecht war :D

Dass erst beim Lesen die Überzeugung für das Buch kommt, dass passiert mir sogar ziemlich oft. Das finde ich aber gar nicht schlimm. Manchmal muss man sich eben einlesen. Ein Beispiel ist "Eine wie Alaska" von John Green. Am Anfang fand ich Greens Schreibstil ganz sonderbar. Nach ein paar Seiten habe ich ihn dann aber genau für den Stil geliebt.

Liebe Grüße
Bonny

shinyglittercupcake hat gesagt…

Das Buch klingt sehr interessant. :)

x
Sonja


Shiny Glitter Things

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