20. März 2013

BUCHVORSTELLUNG: Elixirium

Auch wenn ich schon lange nicht mehr in der Blüte meiner Jugend stehe, reizt es mich hin und wieder, die Jugendliteratur für mich neu zu entdecken. Vieles, welches man in jungen Jahren unbekümmert gelesen hat, sieht man Jahre darauf in einem komplett anderen Blickwinkel.
So ist es zumindest aus der theoretischen Sicht. Praktisch gesehen, kann dies dann auch in manchen Aspekten abweichen, wenn ein Buch nicht immer das verspricht, was es versucht herzugeben.

Eigentlich hat sich Janie das Leben in ihrer neuen Heimatstadt grau und langweilig vorgestellt. Doch das Buch, das ihnen von Benjamins Vater anvertraut wurde, entpuppt sich als eine wertvolle Sammlung von alchemistischen Geheimnissen, das die Welt für immer verändern kann. Aber nicht nur dubiose Wissenschaftler sind hinter der Pharmacopeia her – Janie und Benjamin müssen es mit weit schlimmeren Gegnern aufnehmen.

Besonders reizend ist dabei die Darstellung einer solch abenteuerlichen Geschichte, wobei darum geht, ein Geheimnis zu hüten. Dafür muss man sich nicht einmal in einem jungen Alter befinden, um den persönlichen Entdecker- und Beschützerimpuls zu wecken.

Dabei spielt wie immer die Umsetzung des Ursprungsgedanken eine wichtige Rolle. Denn eine Idee allein reicht nicht, um den Leser zu überzeugen. Und das ist auch der große Nachteil bei „Elixirium“, denn obwohl das Buch einen roten Faden besitzt, verliert die Geschichte mit steigender Seitenzahl an fahrt.
Dabei macht es zu Beginn noch den Anschein, als würde das Potential ausgekostet werden. Doch anstatt die möglichen Spannungsmomente auszubauen, verliert sich die Autorin in Nebensächlichkeiten, die nicht zum Fortschritt der Geschichte beitragen.

Zwar helfen die schwarz-weiß Zeichnungen der jeweiligen Kapitel, ein wenig das Niveau und somit auch das Interesse zu steigern, jedoch gleicht sich das nicht mit der undurchdachten Struktur des Inhaltes wieder aus.
Betrachtet man anschließend die Gestaltung der Ausgabe, so ist es vorallem das Titelbild, welches den größten Reiz hat. Dementsprechend bietet es viele Ansätze und Einzelheiten, die im Vorfeld für den Leser nicht nachvollziehbar sind, jedoch im Laufe der Geschichte aufgedeckt werden um somit einen erklärbaren Zusammenhang bilden.

Vielmehr stehen die visuellen Reize im Vordergrund anstatt der Inhalt und dabei sollte es anders herum sein. Fasst man diese Aspekte zusammen, ergibt dies ein dürftiges Exemplar an Jugendliteratur.


Welches (Jugend-) Buch habt ihr zuletzt gelesen?

Kommentare:

Lila hat gesagt…

Ich hab noch nciht vom Buch gelesen. Klingt aber nach Literatur, die ich mir mal ansehen sollte. Ich mag Illustrationen und ich mag Geschichten, wo nicht zu viel passiert. Das Leben überrascht einen ja auch nicht jeden Tag aufs Neue.
Die letzte Jugendliteratur die ich mir durchgelesen habe, war Erebos. Sehr gutes Buch, schnell zu lesen, kurzatmig. Allerdings passiert für meinen Geschmack zu viel.

MinaTe hat gesagt…

Sieht schon so...zum Fressen aus :D
Da schau ich doch direkt man im Kindle-Shop nach, ob es da Leseproben gibt.
:D danke für den Tip.

Liebe Grüße,
Mina
♥lamettawelt.blogspot.de♥

Mareike hat gesagt…

Hm, nicht so meins ;)
klickmy.blogspot.com

Dressed with soul hat gesagt…

Ich lese regelmäßig und sehr gerne Jugend-, zum Teil sogar Kinderbücher, zum einen, weil mich die Themen interessieren und zum anderen, um besser zu verstehen, was junge Menschen bewegt.

Alles Liebe, Rena

www.dressedwithsoul.blogspot.de

Lady-Pa hat gesagt…

ich habe gerade auch ein tolles buch gelesen, "leiden sollst du" von l.wulff. ich habe dazu auch eine rezension auf meinem blog veröffentlicht und würde mich über deine meinung dazu sehr freuen



Lady-Pa

xoxo

Vicky Perper hat gesagt…

hey hun
I just found your blog and I love it!
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this post is very interesting!!
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xoxo from Greece

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Jane Hurricane hat gesagt…

wie süüüüß :D hehe

Gini ♥ hat gesagt…

hört sich mega interessant an :)
aber ich lese für gewöhnlich keine Bücher, kaum Zeit undso :D <3
hab grad was neues gebloggt, schau doch mal vorbei: ginibaehmn.blogspot.de

ACunicorn hat gesagt…

Das Buch kenne ich leider nicht, aber die Verfilmung ist der absolute Hammer. <3

Jenni/Fynni hat gesagt…

Oh nein, jetzt ist mein ganzer Kommentar weg D: (Mistiges Blogger!!)

Jedenfalls... ich wollte mich zuerst für deinen Kommentar bedanken!

Und nun... ich hab letztens Momo von Michael Ende erneut gelesen... und das Buch hat mich wieder in seinen Bann gezogen. Jetzt als Erwachsener sieht man noch viel mehr in der Geschichte. Als nächstes steht Jim Knopf auf meiner "Wieder-Leseliste". :D

Liebe Grüße,
Jenni

FrancineAnna hat gesagt…

Das ist immer so entäuschend, wenn man sich aus Büchern anfangs viel verspricht und man sie am Ende kaum fertig lesen kann, weil sie einfach langweilig (ja, das klingt hart, aber rigendwie ist es ja auch so?) werden ...

Jaaaaaa, ich freu mich soooo ungaublich auf die Zeit und auf Southside!

Benlovesting hat gesagt…

So lovely!x

Blaubarschmaedl hat gesagt…

Ich habe das Buch auch gelesen und fand es ganz wunderbar, total spannend und inhaltlich auch komplett überzeugend. Aber so sind nun mal die Geschmäcker;)

Jane Ferrow hat gesagt…

Mein letztes Jugendbuch war "Numbers-den Tod im Griff". Eindeutig empfehlenswert!

Laura hat gesagt…

"Numbers" habe ich auch neulich erst gelesen, tolles Buch! ...
Dieses Wiederlesen von alten Kinderbücher versetzt einen irgendwie in der Zeit zurück hat man das Gefühl, neulich habe ich zum Beispiel "Miesel" von Ian Ogilvy gelesen (ein richtiges Kinderbuch) und man hat sich wieder ein bisschen Kind gefühlt und das tut manchmal einfach gut. Auch 'Momo' habe ich vor nochmal zu lesen und Harry Potter lese ich sowieso öfter Mal, es gibt so Bücher, die kann man immer wieder aufschlagen und es wird nie langweilig :)

Textverliebt. hat gesagt…

Ich seh schon, wir sind uns zumindest einig, dass das Buch sehr gut angefangen hat. Ich war bis zum letzten Drittel vollkommen begeistert und finde übrigens, dass die Illustrationen ein echter Gewinn für Elixirium sind. Meiner Meinung nach werten sie das Gesamtpaket deutlich auf, aber das siehst du ja ähnlich.

Viele Grüße
Katha

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