29. März 2013

AND YOU WILL FIND A SECOND SOUL

 
Glück gehört denjenigen, die sich dessen bewusst sind, dass manch ein Gefühl nicht von Dauer ist. Etwas schätzen zu wissen, bedeutet es auch zu respektieren. Erkennt man den Zusammenhang, so gibt es einem die Möglichkeit Dinge zu greifen, die für uns Menschen keine Form besitzen. Obwohl sogar sie in Worte zu fassen uns schwer fällt. 
 
Dabei ist es das Schwierigste es einfach zu haben.

Glück ist also ganz einfach. Wenn es dich erreicht hat, dann versuche es nicht festzuhalten, sondern lasse es ziehen.
Es wird dich unzufrieden machen und dir steigen die Tränen in die Augen. Doch es holt dich genauso schnell ein, wie es dich verlassen hat.
Das Glück ist wie die Liebe. Hast du sie einmal gefunden, kannst du nicht mehr ohne sie leben. Sie hängen aneinander wie Magneten und warten darauf, von dir erobert zu werden.

23. März 2013

SEND 2013

"Menschen zu finden, die mit uns fühlen und empfinden, ist wohl das schönste Glück auf Erden." - Carl Spitteler

20. März 2013

BUCHVORSTELLUNG: Elixirium

Auch wenn ich schon lange nicht mehr in der Blüte meiner Jugend stehe, reizt es mich hin und wieder, die Jugendliteratur für mich neu zu entdecken. Vieles, welches man in jungen Jahren unbekümmert gelesen hat, sieht man Jahre darauf in einem komplett anderen Blickwinkel.
So ist es zumindest aus der theoretischen Sicht. Praktisch gesehen, kann dies dann auch in manchen Aspekten abweichen, wenn ein Buch nicht immer das verspricht, was es versucht herzugeben.

Eigentlich hat sich Janie das Leben in ihrer neuen Heimatstadt grau und langweilig vorgestellt. Doch das Buch, das ihnen von Benjamins Vater anvertraut wurde, entpuppt sich als eine wertvolle Sammlung von alchemistischen Geheimnissen, das die Welt für immer verändern kann. Aber nicht nur dubiose Wissenschaftler sind hinter der Pharmacopeia her – Janie und Benjamin müssen es mit weit schlimmeren Gegnern aufnehmen.

Besonders reizend ist dabei die Darstellung einer solch abenteuerlichen Geschichte, wobei darum geht, ein Geheimnis zu hüten. Dafür muss man sich nicht einmal in einem jungen Alter befinden, um den persönlichen Entdecker- und Beschützerimpuls zu wecken.

Dabei spielt wie immer die Umsetzung des Ursprungsgedanken eine wichtige Rolle. Denn eine Idee allein reicht nicht, um den Leser zu überzeugen. Und das ist auch der große Nachteil bei „Elixirium“, denn obwohl das Buch einen roten Faden besitzt, verliert die Geschichte mit steigender Seitenzahl an fahrt.
Dabei macht es zu Beginn noch den Anschein, als würde das Potential ausgekostet werden. Doch anstatt die möglichen Spannungsmomente auszubauen, verliert sich die Autorin in Nebensächlichkeiten, die nicht zum Fortschritt der Geschichte beitragen.

Zwar helfen die schwarz-weiß Zeichnungen der jeweiligen Kapitel, ein wenig das Niveau und somit auch das Interesse zu steigern, jedoch gleicht sich das nicht mit der undurchdachten Struktur des Inhaltes wieder aus.
Betrachtet man anschließend die Gestaltung der Ausgabe, so ist es vorallem das Titelbild, welches den größten Reiz hat. Dementsprechend bietet es viele Ansätze und Einzelheiten, die im Vorfeld für den Leser nicht nachvollziehbar sind, jedoch im Laufe der Geschichte aufgedeckt werden um somit einen erklärbaren Zusammenhang bilden.

Vielmehr stehen die visuellen Reize im Vordergrund anstatt der Inhalt und dabei sollte es anders herum sein. Fasst man diese Aspekte zusammen, ergibt dies ein dürftiges Exemplar an Jugendliteratur.


Welches (Jugend-) Buch habt ihr zuletzt gelesen?

14. März 2013

WHERE EVERYTHING WAS EVERYTHING BUT EVERYTHING IS OVER


Loslassen ist wie fallen und danach alleine aufstehen. Die Knie sind aufgeschürft, zwischen den Fingern befinden sich Kieselsteine und deine Füße sind noch taub. Der Schreck sitzt dir immer noch in den Knochen, doch die aufsteigende Euphorie, dass du es überlebt hast, setzt die Zweifel außer Kraft.

Loslassen ist nicht nur ein Schritt, es ist eine Strecke auf der du den aufrechten Gang erst einmal neu erlernen musst. 
 
Es gibt keine Abzweigungen, nur ein auf und ab voller Emotionen, die dich erneut schwanken lassen, wie ein trunkener Pirat auf hoher See. Es kreuzen Menschen deinen Weg, schaffen es, ihn eine Zeit gemeinsam mit dir zu gehen. Manchmal auch bis zum bitteren Ende.

Doch diese Menschen können die Frage nach dem Ende des Weges nicht beantworten. Denn nur du weißt, wann es vorbei ist. Zwar nicht offensichtlich, aber irgendwann schleicht sich das vollkommene Gefühl ein, zwischen Leere und Gelassenheit. So ist loslassen.

7. März 2013

TURN THE LIGHTS OFF


PULLOVER, JEANS, BOOTS - H&M // SCHLAUCHSCHAL - PRIMARK // LEDERJACKE - TCM

1. März 2013

ERFAHRUNGSBERICHT: Das Geheimnis des Edwin Drood, Theater Münster

Theater ist für viele Menschen nicht mehr das, was es vielleicht einmal war. In der heutigen Zeit wird die digitale Unterhaltung der Tradition vorgezogen, zumal es den Anschein macht, es sei günstiger und anspruchsvoller.
Doch wer mit diesen Gedanken lebt, hat noch nicht die Möglichkeit wahrgenommen, sich vom Gegenteil überzeugen zu lassen. Vorurteile wie, Theater sei veraltet und langweilig eilen der Wirklichkeit voraus.
Denn besonders junge Leute, wie Schüler und Studenten, werden mit Rabatten wieder in das Theater gelockt.
Auch wenn Bekanntheiten wie Charles Dickens zum alten Kaliber gehören, so hat das Stadttheater Münster der doch unfertigen Geschichte rund um Edwin Drood eine komplett neue Wendung gegeben.
Dafür muss man nicht einmal mit der Thematik vertraut sein. Allein ein bisschen Zeit und Mut zur Abwechslung genügen, um sich von neuen Dingen formen zu lassen.
Für mich ist das Theater in Münster immer einen Besuch wert, obwohl ich die Gelegenheit selten habe, versuche ich auch in regelmäßigen Abständen ein Ticket für mich zu ergattern.
Dabei ist die Zeit die man insgesamt aufbringen muss äußerst flexibel. Ob es nun um die 80 Minuten oder mehr als zwei Stunden sind, solange man den Schauspielen die Möglichkeit gibt einen in den Bann zu reißen werden einem alle Türen geöffnet.
Ebenso ist es bei dem Musical „Das Geheimnis des Edwin Drood“ gewesen. Natürlich gibt es immer jemanden, der mit der Thematik vertraut ist. Doch man sollte sich nicht von dem Zwiespalt übermannen lassen, man selbst hätte nicht die den nötigen Intellekt, anspruchsvolle Künste wie diese die dargeboten wird nachzuvollziehen.
Denn nach nur kurzer Zeit hatten die Schauspieler im Theater Münster den Schalter umgelegt, die Masse zu einem Teil der Show gemacht und alle in den Bann gezogen.
Kaum einer Person ist es bewusst gewesen, dass die Zeit wie im Fluge verging und selbst die kurze Pause erfüllte nicht ihren üblichen Zweck. Einmal Luft holen.
Ausgerechnet dann lief der Kopf auf hochtouren und brachte nochmals die Geschichte des Musicals ins Rollen. Wer könnte der Mörder gewesen sein, war die Frage die einen die ganze Zeit begleitete.
Und obwohl das Publikum abstimmen durfte und deren Meinung mit in das weitere Geschehen des letzten Werkes von Charles Dickens eingeflossen ist, kommt es immer anders als man denkt.
Treffender kann dies nicht nur für die Aufführung sein, die ich besucht habe, sondern es ist zudem sehr angebracht, beiden Extremen, den Theaterneulinge sowie Theaterkritikern nahe zu bringen, dies als Gedankenanstoß zu verwenden, wenn demnächst einmal eine neue Freizeitbeschäftigung an Land gezogen werden soll.
Wann habt ihr das letzte Mal ein Theater besucht? Lasst es mich wissen!